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Schallschutz an der Treppe: Richtig planen und umsetzen

Wer in einem Reihenhaus, Doppelhaus oder Mehrfamilienhaus wohnt, kennt das Problem vielleicht: Jeder Schritt Ihrer Nachbarn ist zu hören. Trittschall an der Treppe lässt sich aber unter passenden baulichen Gegebenheiten mit der richtigen Lösung zuverlässig reduzieren.

Eine Treppe, die fest mit dem Baukörper verbunden ist, leitet Körperschall direkt in angrenzende Bauteile weiter. Das passiert im Neubau wie im Bestand. In diesem Beitrag erklären wir, welche Anforderungen die DIN 4109 stellt, was im Neubau und im Bestand möglich ist und welche Systemlösungen Fuchs-Treppen dafür entwickelt hat.

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Was ist Trittschall überhaupt?

In bewohnten Räumen entstehen zwei Arten von Schall: Luftschall breitet sich durch die Luft aus und lässt sich z.B. durch Leichtbauwände oder absorbierende Gegenstände im Raum gut reduzieren. Körperschall dagegen wird direkt in das Bauteil eingeleitet und verbreitet sich von dort durch das gesamte Gebäude. Bei einer Treppe ist fast ausschließlich Körperschall das Problem, denn jeder Schritt auf einer Stufe erzeugt einen Stoßimpuls. Ist die Treppe konstruktiv fest mit Wänden oder Decken verbunden, wird dieser Impuls ungefiltert weitergeleitet und in angrenzende Räume als dumpfes Poltern oder Klopfen abgegeben und wahrgenommen.

Verschiedene Treppentypen und verwendete Materialien leiten Körperschall anders weiter. Eine Spindeltreppe mit zentralem Spindelrohr verhält sich beispielsweise schalltechnisch anders als eine Wangentreppe aus Holz oder eine Zweiholmtreppe. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Schalldämmung lassen sich für nahezu alle Treppentypen gute Werte erzielen.

Anforderungen nach DIN 4109: Was gilt wo?

Die DIN 4109 beschreibt die schalltechnischen Mindestanforderungen im Hochbau unter anderem für Treppen und Treppenhäuser. Der Grenzwert der Normtrittschallpegel liegt nach DIN 4109-5:2020 bei L'n,w  ≤ 41 dB für Reihen- und Doppelhäuser, für Mehrfamilienhäuser bei L'n,w  ≤ 45 dB. Je niedriger dieser Wert, desto besser der Schallschutz. In der Praxis verfehlen unzureichend gedämmte Treppen diesen Grenzwert leider regelmäßig.

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Gebäudetyp:

  • Einfamilienhaus: Meist keine konkreten gesetzlichen Anforderungen und Nachweise, aber der Komfort leidet trotzdem, wenn sich Trittschall vom Treppenraum in Schlaf- oder Wohnräume überträgt.
  • Doppelhaus und Reihenhaus: Die gemeinsame Haustrennwand kann Körperschall direkt oder indirekt in die Nachbareinheit leiten. Auch eine zweischalige Bauweise der Trennwände kann dies nicht immer verhindern. Hier ist eine sorgfältige schalltechnische Entkopplung der Treppe besonders wichtig.
  • Mehrfamilienhaus: Auch hier gelten strengste Anforderungen. Die Treppe kann an Wohnräume auf mehreren Etagen angrenzen. Auch eine vertikale Übertragung ist hier zu beachten. Eine normgerechte Schalldämmung ist hier keine Option, sondern Pflicht.

Neben den gesetzlichen Mindestanforderungen gibt es erhöhte Schallschutzklassen nach DEGA-Klassifizierung oder VDI 4100, die in der Planung als Qualitätsmerkmal angestrebt werden können. Wer heute baut oder saniert, fährt gut damit, nicht nur die Mindestanforderung zu erfüllen, sondern durch hochwertige Schalldämmung für besten Wohnkomfort zu sorgen.

 

Schallschutz im Neubau: von Anfang an richtig planen

Im Neubau liegt die größte Chance für optimalen Schallschutz. Denn hier lassen sich mit verhältnismäßig geringem Mehraufwand sehr gute schalltechnische Ergebnisse erzielen, wenn der Schallschutz bereits in der Planungsphase berücksichtigt wird.

Eine Treppe im Neubau sollte von Beginn an so konzipiert sein, dass sie möglichst wenig Körperschall in das Gebäude einleitet. Konkret bedeutet das: Effektiv gedämmte Lagerungen an allen Anschlusspunkten, sorgfältig ausgeführte Anbindungen zu Wänden und Decken sowie eine Konstruktion, die die Anforderungen der DIN 4109 ausreichend erfüllt.

Wer auf der sicheren Seite sein will, fragt den Experten, lässt sich umfassend beraten und schafft damit Planungssicherheit für alle Beteiligten. Fuchs-Treppen stellt bei Bedarf für eigene Systemlösungen entsprechende Prognosen bereit.

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Schallschutz bei einer Treppe nachrüsten: Ist das möglich?

Ob sich der Schallschutz bei einer Treppe im Bestand auch nachträglich verbessern lässt, hängt stark vom Einzelfall ab. Denn grundsätzlich gilt: Je früher der Schallschutz mitgedacht wird, desto wirkungsvoller und wirtschaftlicher ist das Ergebnis. Im Bestand können nur sehr begrenzt Maßnahmen getroffen werden. Die Umsetzung ist meist sehr aufwendig und teuer, denn bestehende Anschlüsse müssten gelöst, elastische Lagerungen eingebaut und die Konstruktion anschließend wieder gesichert werden.

Einfach umzusetzen, jedoch deutlich weniger wirkungsvoll, sind dagegen rein oberflächliche Maßnahmen wie z.B. das Aufbringen weicher Stufenbeläge. Sie mindern den Trittschall zwar minimal, haben aber kaum Einfluss auf den Körperschall, der über die Konstruktion weitergeleitet wird.

In den meisten Bestandssituationen, besonders wenn die Treppe alt und konstruktiv schwer zugänglich ist, ist der vollständige Austausch die wirtschaftlichere Lösung. Eine neu geplante Treppe mit integriertem Schallschutzsystem liefert stets deutlich bessere Ergebnisse als eine aufwendige Nachrüstung. Fuchs-Treppen berät Sie gerne auf Ihrem Weg zur neuen Treppe mit unseren patentierten Schallschutzkomponenten.

Weltweit einmalig: Das Schallschutzsystem von Fuchs-Treppen

Fuchs-Treppen ist der einzige Treppenbauer weltweit, der hocheffiziente Trittschalldämmteile für Leichtbau-Treppenanlagen im eigenen Haus entwickelt und produziert. Am Standort Herbertingen entsteht die gesamte Produktpalette der Premium-Schalldämmkomponenten – von Standardlösungen bis zu Spezialteilen für individuelle Anforderungen der Bausubstanz nach intensiver Prüfung der Gegebenheiten. Das ermöglicht eine sehr schnelle und flexible Anpassung an unterschiedliche Baukörper und Treppentypen. Herzstück ist das patentierte Fuchs-Hybrid-System. Herkömmliche Standarddämmungen können die gesetzlich geforderten Grenzwerte nach DIN 4109 häufig nicht einhalten. Das Fuchs-Hybrid-System übertrifft die Anforderungen meist deutlich.

Ein anschauliches Beispiel:

Bei einer einschaligen 24 cm starken Kalksandsteinwand mit einer Rohdichte von 2,2 erreicht die FHS-Dämmung einen Normtrittschallpegel von 41 dB. Bei einer zweischaligen Wand verbessern sich die Werte nochmals erheblich auf 29 dB. Fuchs-Treppen erreicht mit dem Fuchs-Hybrid-System eine Reduzierung von bis zu 10 dB gegenüber herkömmlichen Schalldämmsystemen.

Im Vergleich zu Lösungen aus Gummi oder Thermoplasten zeichnet sich das Fuchs-Hybrid-System durch eine wesentlich bessere Haltbarkeit aus. Besonders wirksam ist es im niederfrequenten Bereich, also genau dort, wo Trittschall von Bewohnern als besonders unangenehm wahrgenommen wird.

Schallschutz auch für Spindeltreppen

Spindeltreppen stellen besondere Anforderungen an den Schallschutz. Das zentrale Spindelrohr kann Körperschall über die Bodenplatte oder Decke direkt in angrenzende Bauteile leiten, wie z.B. in einem Mehrfamilienhaus zum Nachbarn nach unten. Fuchs-Treppen hat dafür ein weltweit einzigartiges Schalldämmsystem speziell für Spindeltreppen entwickelt.

Beispiel:

Bei einer Rohdecke aus 20 cm Stahlbeton - eine gängige Ausgangssituation in einem Mehrfamilienhaus - scheitern Standarddämmungen an den gesetzlichen Anforderungen. Das Fuchs-Hybrid-System erreicht hier noch Normtrittschallpegel im zulässigen Bereich. Damit können Spindeltreppen auch in Mehrfamilienhäusern mit hohen Anforderungen an den Schallschutz normgerecht ausgeführt werden.

Weitere Informationen zu den Schallschutzlösungen sowie unser vollständiges Schallschutz-Prospekt zum Download finden Sie hier:

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Schallschutz nach Gebäudetyp: Worauf es ankommt

Einfamilienhaus

Im klassischen Einfamilienhaus sind die gesetzlichen Anforderungen an den Treppenschallschutz vergleichsweise gering. Trotzdem lohnt sich auch hier eine sauber gedämmte Konstruktion: Trittschall, der sich vom Treppenraum in Schlaf- oder Wohnräume überträgt, ist auch ohne Nachbarn eine spürbare Komfortfrage – besonders in Häusern, in denen die Treppe zentral im Grundriss liegt.

Doppelhaus und Reihenhaus

Die gemeinsame Haustrennwand leitet Körperschall direkt in die Nachbareinheit, selbst bei zweischaligen Trennwänden. Entscheidend sind die Anschlusspunkte an Wänden und Decken. Fuchs-Treppen stimmt Auflagerungen und Detailausführungen auf die spezifische Situation im Reihen- und Doppelhaus ab.

Mehrfamilienhaus und Treppenhaus

Hier bestehen bauphysikalisch die größten Herausforderungen. Zentrale Treppen oder auch Maisonette-Treppen stehen häufig an einschaligen Trennwänden von benachbarten Wohnungen oder auf den Decken der Nachbarn. Mit dem Fuchs-Hybrid-System lassen sich aber auch in Mehrfamilienhäusern Werte deutlich unterhalb des gesetzlichen Grenzwerts erzielen.

Checkliste: Treppenschallschutz im Überblick

1. Gebäudetyp und Anforderungsprofil klären: Um welche Gebäudeform handelt es sich (Einfamilienhaus, Reihenhaus, Mehrfamilienhaus, …)? Welche Anforderungen gelten nach DIN 4109? Wird eventuell sogar ein weitergehender Standard vereinbart?

2. Bestandssituation beurteilen: Wenn nur ein Austausch der Treppe sinnvoll ist, berät Sie Fuchs-Treppen gerne über mögliche Ausführungen vor Ort.

3. Entkopplung als Grundprinzip: Elastische Lagerungen und optimierte Anschlüsse sind wirkungsvoller als oberflächliche Maßnahmen.

4. Treppentyp berücksichtigen: Holztreppe, Stahltreppe, Spindeltreppe – jede Fuchs-Treppe hat eigene schalltechnische Charakteristika und passende Systemlösungen.

5. Prognose erstellen lassen: Im Neubau gibt eine Normtrittschallpegel-Prognose Planungssicherheit. Fuchs-Treppen stellt diese bei Bedarf auf Basis von Messwerten vom Prüfstand bereit.

6. Details sorgfältig ausführen lassen: Anschlüsse an Podeste, Wände und Decken stellen die Herausforderungen dar. Die Planung, Fertigung und Montage durch unsere Experten macht den Unterschied.

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Fazit: Trittschall lässt sich mit der passenden Lösung reduzieren

Schallschutz an der Treppe ist kein Zufall und kein Luxus. Er ergibt sich aus sorgfältiger Planung, der richtigen Systemwahl und einer fachgerechten Ausführung. Oberflächliche Maßnahmen helfen wenig; was wirkt, ist die gezielte Dämmung der Treppenkonstruktion vom Gebäude, und zwar im Neubau wie im Bestand.

Fuchs-Treppen bringt 99 Jahre Treppenbauerfahrung mit und ist als einziger Hersteller weltweit in der Lage, hocheffiziente Trittschalldämmteile für Leichtbau-Treppenanlagen selbst zu entwickeln und zu produzieren. Das Ergebnis sind geprüfte, planbare und dauerhaft wirksame Lösungen.

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